Background

„Unforgotten“ – (Hilarius Gilges)

Black Art & Resistance Festival

Das Festival “Unforgotten” – Hilarius Gilges – Black Art & Resistance erinnert an Schwarze Opfer des Nationalsozialismus und würdigt ihre Lebensrealitäten, Kämpfe und kulturellen Ausdrucksformen.

Inspiriert vom Leben des Düsseldorfer Schauspielers und Aktivisten Hilarius Gilges, der 1933 von der SA ermordet wurde, verbindet das Festival historische Aufarbeitung mit zeitgenössischer Schwarzer Kunst und Performance.

Über drei Tage entsteht ein Raum für Gedenken, Solidarität und Empowerment, in dem Vorträge, Musik, Theater und Bildende Kunst miteinander verschmelzen.

Das Festival reagiert auf die gegenwärtige politische Situation, in der Schwarze Perspektiven in Erinnerungskultur, Museen und Archiven noch immer unterrepräsentiert sind.

Förderersatz: Gilges – Gedenken und Widerstand (Festival) ist ein Projekt Gefördert von Interkultur Ruhr, Regionalverband Ruhr, sowie vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein‐Westfalen und von Soziokultur NRW. Ein Projekt von Kollektiv Afrik NRW in Kooperation mit der ISD – „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland.“

Programm

“Unforgotten” – Hilarius Gilges: Black Art & Resistance Festival 2025

19.–21. Dezember 2025

19.12

UNFORGOTTEN# Ausstellung+Talk

📍 atelier automatique, Rottstraße 14, 44793 Bochum🕒 15:00–18:00
15:30Keynote

Fidel Amoussou-Moderan (RUB; Decolonize Dortmund; Kollektiv AfriK NrW)

15:45–16:30Talk
Moderation: Fidel Amoussou-Moderan
Panelists:
  • Jenny Oliveira Caldas (RUB; UZH)
  • Noah Weber (Kollektiv AfriK NrW, Culture Renaissance)
16:45–20:00Vernissage

(music, drinks, and snacks)

Artists:
20.12

UNFORGOTTEN# Konzert

📍 Oval Office, Saladin-Schmitt-Straße 2, 44789 Bochum
21:00–22:15

Doors open

22:30–00:30Konzert
Artists:
00:30–03:00After-party

Music: DJ Herr W (Afrobeats, Amapiano, Hip Hop)

21.12

UNFORGOTTEN# Performance „LARI“

📍 KoFabrik, Stühmeyerstraße 33, 44787 Bochum🕒 19:30–20:00
Artists Performer
Artists:

Teilnehmende

Nando Nkrumah© Kollektiv Afrik NRW

Nando Nkrumah

Bildende Künstler

Nando Nkrumah, geboren 1979 in Ghana, zog Anfang der 1980er Jahre nach Deutschland. Aufgewachsen in einer ländlichen Region Westdeutschlands, erlebte er kulturelle Entwurzelung und die verstreuten Verbindungen der ghanaischen Diaspora, Themen, die seine Arbeiten bis heute prägen. Nkrumah studierte Industriedesign an der Universität Essen und der National University of Singapore. An der Kunsthochschule für Medien in Köln, erweiterte er seine Praxis um Zeichnen, digitale Malerei, 3D-Grafik, Animation und interdisziplinäre Medien. In seinen interventionistischen, ortsspezifischen Projekten kombiniert er Schablonenkunst, Lichtmalerei und Augmented Reality, um Kolonialgeschichte, Identität und soziales Gedächtnis zu untersuchen. Nkrumahs Werke fordern zum Dialog auf und hinterfragen konventionelle Sichtweisen. Für das Unforgotten-Festival plant er ein Porträt des antifaschistischen Pioniers Hilarius Gilges.

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Aduni Ogunsan© Kollektiv Afrik NRW

Aduni Ogunsan

Bildende Künstler

Aduni Ogunsan (geb. 1997) lebt und arbeitet zwischen Mönchengladbach und Düsseldorf und studiert an der Kunstakademie Düsseldorf. IhrePraxis untersucht Darstellungen des Schwarzen Körpers in verschiedenen Kulturräumen und gibt intime Einblicke in den Alltag Schwarzer Kreativer, die sich mit Sichtbarkeit und Privilegien auseinandersetzen. Durch subtile Inszenierungen und sanften Humor schafft sie warme, neue Umgebungen für ihre Protagonisten. Ogunsan besucht die Porträtierten in ihren Wohnungen und dokumentiert diese Begegnungen. Sie erstellt fokussierte, authentische Bilder, indem sie ablenkende Details im Hintergrund entfernt. Für die Ausstellung stellt Ogunsan die Schwarze afrikanische Antifaschistin und antikoloniale Widerstandskämpferin Eunice Adanbunu aus Togo in den Mittelpunkt, um vergessene intersektionale Geschichten von afrikanischen Frauen zurückzugewinnen. Ihr Gemälde „Eunice“ ehrt deren Mut und Vermächtnis.

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Fatia Pindra© Kollektiv Afrik NRW

Fatia Pindra

Bildende Künstler

Fatia Pindra, geboren 1971, stellt ihre Arbeiten unter den Titel: „Tufting Artist mit politischem Blick“. Künstlerisch hat sie ihre ersten Schritte als Zeichnerin gemacht “Das genaue Beobachten, die Auseinandersetzung mit Form und Linie – das hat mich von Anfang fasziniert”. Während der Corona-Pandemie entdeckte sie das Tufting. Dabei werden mit einer „Tufting-Pistole“ Fäden in einen Stoff geschossen, um textile Kunstwerke zu schaffen. Pindra nutzt diese Technik für großformatige Wandkunst, die durch Struktur und Farbigkeit besondere Präsenz erhält. Ihre Arbeiten machen Themen wie Machtverhältnisse, soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Ausgrenzung visuell greifbar. Sie ist überzeugt, dass Kunst nicht nur dekorativ und unterhaltsam sein muss, sondern Haltung zeigen, Fragen stellen und zum Nachdenken anregen soll. Für das Festival schafft Pindra ein dreiteiliges Werk, das sich mit Schwarzen Menschen im Nationalsozialismus befasst und zeigt, wie Schwarze Menschen trotz der veränderten gesellschaftlichen Bedingungen versuchten, ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.

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Bawelima Dessa Ganda© Kollektiv Afrik NRW

Bawelima Dessa Ganda

Performer

Bawelima Dessa Ganda, geboren am 25.07.1985 in Lomé, ist ein vielseitiger Bühnenkünstler aus Togo, der sich als Tänzer, Geschichtenerzähler, Schauspieler und Dichter definiert. Seit 2002 arbeitet er mit verschiedenen Theater- und Tanzgruppen zusammen. Ab 2007 begann er eine professionelle Karriere in der darstellenden Kunst auf internationaler Ebene. Projekte und Festivals führten ihn nach Benin, Burkina Faso, DR Kongo, Kamerun, Frankreich, Belgien, Österreich, Französisch Guyana und Deutschland. 2019 absolvierte er seinen BA in Tanz, Kontext und Choreografie an der UdK Berlin. Er veröffentlichte zwei Bücher, ,,La Fleur fantôme“ (2016) und ,, l'incendie-ci” (2023) beim Awoudy-Verlag. Seine Arbeiten verbinden Texte, verschiedene Tanzformen und Theater zu gesellschaftspolitischen Themen. Seit 2020 ist Dessa Ganda in Köln ansässig und kollaboriert mit Künstler:innen aus verschiedenen Kunstsparten.

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Etienne Eben Essian© Kollektiv Afrik NRW

Etienne Eben Essian

Performer

Etienne Eben Essian, geboren 1977 in Corbeil-Essonnes, Frankreich, ist in Kamerun aufgewachsen und seit 2015 in Deutschland. Er ist Schauspieler, Musiker und Sportler. 1998 startete er diverse Theater- und Gesangs-Ausbildungen in Kamerun und hat in den darauffolgenden Jahren an diversen TV-Produktionen und Theaterstücken in Kamerun und weiteren Ländern Afrikas mitgewirkt. Etienne Eben gewann u.a. den 1. Preis in der Kategorie Theater beim Festival »Cabarets Francophones« in Kamerun sowie den Sonderpreis der Jury beim Theater-Festival »Scènes D’Ébeène«. Er trat gemeinsam sowohl im Ensemble als auch in One Man Shows, z.B. im Institut Français von Douala auf. Er gewann den Publikumspreis für Poetry-Slam im Rahmen des Spoken Word Projekts des Goethe Instituts in Kamerun. Seit er in Deutschland angekommen ist, drehte er mit seinen eigenen Songs Video-Produktionen und gründete seine eigene Band »Etienne Eben AND BAND« und gewann 2018 den SPH Contest.

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SLABBOY© Kollektiv Afrik NRW

SLABBOY

Musician

SLABBOY ist ein Musiker aus Nordrhein-Westfalen mit nigerianischen Wurzeln. Seit über fünf Jahren verbindet er Afrobeats, Trap und R&B zu einem kraftvollen, modernen Sound, der kulturelle Einflüsse vereint und zugleich seine persönliche Geschichte erzählt. Aus tiefem Glauben an sein künstlerisches Potenzial und seiner Liebe zu Afrobeats entwickelt SLABBOY einen Stil, der zwischen emotionaler Intensität und mitreißender Energie schwebt — Musik, die unter die Haut geht und bewegt.

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JungleLady© Kollektiv Afrik NRW

JungleLady

Musician

JungleLady ist bekannt für ihren vielseitigen Stil - von NeoSoul über Reggae bis hinzu Afrobeats beweist sie ihr Feingefühl für harmonische Kompositionen. Die Sängerin reflektiert in ihrer Musik über Themen wie Glaube, Liebe und Hoffnung und erschafft durch einzigartige Melodien, die die Seele berühren, ein ganz besonderes Erlebnis für ihre Zuhörer.

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Omar Jatta© Kollektiv Afrik NRW

Omar Jatta

Musician

Omar Jatta ist ein aufstrebender Newcomer aus Solingen. Sein unverwechselbarer Stil vereint Afro Beats und Amapiano auf einzigartige Weise. Durch seine deutschen Texte möchte er ein tieferes Verständnis für Musik vermitteln, die für manche zunächst fremd erscheinen mag. In seinen Liedern greift er bewusst Aspekte seines Lebens als Afrodeutscher auf und teilt seine Gedanken und Erfahrungen. Die Melodien und Rhythmen, die in seiner Musik zum Ausdruck kommen, sind nicht nur Ausdruck seiner persönlichen Reise, sondern auch eine kraftvolle Botschaft gegen Diskriminierung und Vorurteile.

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Herr W© Kollektiv Afrik NRW

Herr W

DJ

Herr W, ursprünglich aus Kamerun, betrachtet Musik als Sprache der Gemeinschaft: Sie heilt, verbindet und stärkt die kollektive Identität. Musik hat eine politische Dimension, da sie auch persönliche Geschichten, Emotionen und Ungerechtigkeiten thematisiert und Hoffnung schenkt. Herr Ws Sound ist tief in der eigenen Identität verwurzelt und vereint unter anderem Afrobeats, Amapiano, Batida und Hip-Hop.

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Über uns

Kollektiv Afrik NRW

Kollektiv Afrik NRW ist eine Initiative aus Bochum, die Anfang 2022 gegründet wurde und sich zum Ziel gesetzt hat, die unterschiedlichen Erfahrungen der Schwarzen Gemeinschaften in Europa zu sammeln und sichtbar zu machen.

Dabei erforschen wir Themen, welche die afrikanische Diaspora prägen, und tragen diese durch partizipative Kunst- und Kulturprojekte an die Öffentlichkeit heran.

Das Kernteam von Kollektiv Afrik bilden Fidel Amoussou-Moderan und Noah Weber.

Bei unserer Arbeit folgen wir stets einem Empowerment-Ansatz und möchten Mitglieder der Schwarzen Community in NRW ermutigen, ihre Geschichten selbstbestimmt zu erzählen.

Hier ist uns auch ein intergenerationaler Austausch besonders wichtig. Kollektiv Afrik NRW bringt somit geschichtliche Aufarbeitung mit künstlerischer Arbeit und partizipativen Workshops zusammen.

Das Ziel des Kollektivs Afrik NRW ist es, nach einer ausreichenden Materialsammlung langfristig ein digitales Archiv für NRW aufzubauen.

Kernteam

Noah Weber

Noah Weber

Jurastudent, Aktivist, Curator Sound Ingénieur, Community Organizer

Noah Weber ist Musiker, Tontechniker und Aktivist aus Bochum. In seiner Musik verarbeitet er seine Erfahrungen als Teil der Schwarzen Diaspora im Ruhrgebiet und thematisiert Identität und Widerstand. 2022 gründete er gemeinsam mit dem Historiker Fidel Amoussou-Moderan das Kollektiv Afrik NRW, um Schwarze Geschichte in NRW sichtbar zu machen.

Fidel Amoussou-Moderan

Fidel Amoussou-Moderan

Historian, PhD Student at RUB, Project Coordinator & Lead Curator

Fidel Amoussou-Moderan ist Kurator, Historiker und Archivar; er ist derzeit Promovierender der RUB zu afrikanischer Geschichte und transnationalen Studien des Zweiten Weltkriegs. Seine Forschung behandelt Black Internationalism, koloniale Erinnerungen und Blackness, besonders in französischen und deutschen Kolonien. Er engagiert sich in Community-Workshops, co-initiiert Projekte wie „Decolonize Dortmund“ , „Kollektiv Afrik NRW“ und ist zusammen mit Noah Weber Co‑Leiter des Festivals “UNFORGOTTEN“–Black Art & Resistance (Hilarius Gilges-2025).

Projektbeteiligte

Alexis RodriguezProjektkoordination
RoxanaAdministration & Finanzen leader, Journalist, Curator, social, scientist
StefanArt Director & Fotograf (Visuelle Leitung)
MonaKommunikation Leader (Afrofuturismus, Decolonize Dortmund)
HervéWebdesigner & Produktion leader